März 21st 2011

PKV Vergleich Stiftung Warentest – die Private im Test

Die private Krankenversicherung ist für viele Mitglieder der GKV die bessere Form der Gesundheitsfürsorge. Bessere Leistungen wie die Chefarztbehandlung, das Ein- oder Zweibett-Zimmer und kürzere Wartezeiten beim Arztbesuch – die Liste der vermeintlichen Vorteile ist lang. Da seit Januar 2011 der Wechsel in die PKV für Arbeitnehmer, die 2010 mit dem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze lagen, wieder einfacher ist, dürfte die Verlockung groß sein, der GKV den Rücken zu kehren.

Aber Leistung kostet Geld. Eine Tatsache, die der aktuelle PKV-Vergleich Stiftung Warentest (Finanztest 04/2011) verdeutlicht. Die Tester haben insbesondere Billig-Tarife im Bereich der privaten Krankenversicherung unter die Lupe genommen. Und kommen zu einem niederschmetternden Urteil – am besten gar nicht erst krank werden. Denn die niedrigen Beiträge, mit denen einige der Versicherer im PKV-Bereich Neukunden anlocken, werden mit Einschnitten in den Leistungskatalog erkauft.

So müssen mitunter Abstriche bei Heilbehandlungen, Psychotherapie oder dem Zahnersatz gemacht werden. Ein weiterer Minuspunkt, der den Testern von Stiftung Warentest beim PKV-Vergleich aufgefallen ist: Wer mit einem Billig-Tarif an den Beiträgen der privaten Gesundheitsfürsorge sparen will, muss mitunter im Krankheitsfall draufzahlen – über die Selbstbeteiligung. Eine Tatsache, die sich insbesondere bei schwereren Erkrankungen rächen kann. Verbraucher, die das erleichterte Wechselrecht nutzen wollen, wird deshalb geraten, nicht nur den Beitrag im Auge zu behalten. Was zählt, ist eine Balance zwischen Beitrag und Leistung.

PKV-Vergleich Stiftung Warentest – Beitragsentwicklung beachten

Ein weiterer Punkt, auf den die Stiftung Warentest in ihrem PKV-Vergleich aufmerksam macht, betrifft die Beitragsentwicklung. Hier unterschätzen viele Verbraucher die PKV. Die Beiträge werden nicht, ähnlich der GKV, nach dem Einkommen bestimmt. Und steigen deshalb immer weiter, ohne an einer Obergrenze gedeckelt zu werden. Wie hoch die Beiträge in zehn oder 20 Jahren sind, hängt von vielen Faktoren ab. Aber Tarife, in denen vor allem junge und gesunde Versicherte mit niedrigen Beiträgen geködert werden, können zu einem späteren Zeitpunkt teuer werden.

Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, muss auf viele Details achten. Neben einem optimalen Beitrags-/Leistungsverhältnis zählen Beitragsstabilität und eine solide Tarifstruktur. Der PKV Vergleich Stiftung Warentest enthält alles Wissenswerte und Hintergrundinfos zu wichtigen Vertragsdetails und Fallstricken in der PKV.


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