November 5th 2009

Kleinkredite & Dispokredite

Der Dispositionskredit wird auch als Dispokredit bezeichnet und fĂ€llt unter die Kleinkredite. Dispokredite werden bei Abschluss eines Girokontos von der Hausbank eingerĂ€umt. Um einen sogenannten Disporahmen von der Bank zu erhalten, muss der Bankkunde jedoch eine gute BonitĂ€t aufweisen und ĂŒber einen regelmĂ€ĂŸigen Gehaltseingang verfĂŒgen. Die Höhe des verfĂŒgbaren Dispos ergibt sich dann aus der Höhe der monatlichen KontoeingĂ€nge und kann mit der Bank ausgehandelt werden.

Der Dispokredit ist in Deutschland ein sehr beliebtes Instrument um kurzfristige LiquiditĂ€tsengpĂ€sse zu ĂŒberbrĂŒcken. In der heutigen Konsumgesellschaft kommt es schnell dazu, dass die monatlichen GehaltseingĂ€nge nicht mehr ausreichen, um den Bedarf an KonsumgĂŒtern zu decken. Besonders, wenn kurzfristige Anschaffungen anstehen, die außerhalb der finanziellen Möglichkeiten liegen, wird auf die Möglichkeit des Dispokredits zurĂŒckgegriffen. Anders als bei anderen Krediten muss dafĂŒr nicht extra ein Kreditantrag gestellt werden, sondern der Kunde kann jederzeit ĂŒber den festgelegten Kreditrahmen verfĂŒgen. ZusĂ€tzlich muss auch nur die Summe als Kredit aufgenommen werden, die gerade benötigt wird. Das heißt, wenn der Dispokredit in Anspruch genommen wird, muss dieser nicht komplett ausgereizt werden, sondern dies kann auch nur in Teilen der Fall sein. Dies stellt auch den großen Vorteil des Dispokredits zu normalen Krediten dar.

Dispokredite zeichnen sich durch eine sehr hohe FlexibilitĂ€t und Einfachheit aus. Da er jederzeit verfĂŒgbar ist, entfallen die Beantragung und das Warten auf die Zusage fĂŒr den Kredit. Allerdings erkauft sich der Bankkunde diese hohe FlexibilitĂ€t mit, im Vergleich zu normalen Ratenkrediten, extrem hohen ZinssĂ€tzen. Die ZinssĂ€tze fĂŒr einen Dispokredit liegen mindestens im zweistelligen Prozentbereich und können auch mal an die 20 % heranreichen. Normale Ratenkredite weisen dagegen zumeist einen mittleren einstelligen Zinssatz auf. Anders als Ratenkredite mĂŒssen Dispokredite auch nicht in regelmĂ€ĂŸigen monatlichen Raten ĂŒber eine festgelegte Laufzeit zurĂŒckbezahlt werden. Der Kontoinhaber ist bei der RĂŒckzahlung des Dispokredits sehr frei und kann selbst entscheiden, in welchem Zeitraum er den Dispokredit abbezahlt. Allerdings sollte man sich darĂŒber im Klaren sein, dass mit der LĂ€nge der RĂŒckzahlungsdauer auch die Kosten fĂŒr den Kredit, aufgrund des hohen Zinssatzes, enorm ansteigen.

Dispokredite sollte lediglich also kurzfristige ÜberbrĂŒckung fĂŒr wenige Tage oder Wochen dienen, um einen LiquiditĂ€tsengpass zu ĂŒberbrĂŒcken. Wenn der Kontoinhaber ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum nicht in der Lage ist, seinen Dispo auszugleichen, sollte er in jedem Fall darĂŒber nachdenken, seinen Dispokredit mit einem normalen Ratenkredit auszugleichen. Dazu lohnt sich die Aufnahme eines Kleinkredits als Ratenkredit. Zwar muss man auch bei der Beantragung eines kleinen Ratenkredits zunĂ€chst auf die Zusage von der Bank warten und hat somit mehr aufwand, als bei der Verwendung des Dispokredits, allerdings kann man durch die wesentlich gĂŒnstigeren ZinssĂ€tze, auf die Dauer, sehr viel Geld sparen. NatĂŒrlich stellt die festgeregelte monatliche Abzahlung des Ratenkredits eine zusĂ€tzliche Belastung dar. Diese Belastung lĂ€sst sich aber mit einer lĂ€ngeren Kreditlaufzeit sehr weit minimieren. Am Ende der RĂŒckzahlung ist man dann frei von den Schulden.
Dispokredite sollten also nur fĂŒr kurzfristige finanzielle EngpĂ€sse in Anspruch genommen werden. Wenn der Bankkunde weiß, dass er den Dispo ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit nicht ausgleichen kann, ist dazu zu raten, lieber einen normalen Ratenkredit aufzunehmen, um den Dispokredit abzulösen. Dadurch lĂ€sst sich eine Menge Geld sparen.

Quelle: kreditaktuell.com


- - - - -
Ähnliche Beiträge: