Januar 15th 2009

Die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung

Zwischen der gesetzlichen Unfallversicherung und einer privaten Unfallversicherung bestehen einige wesentliche Unterschiede. Zunächst handelt es sich bei der gesetzlichen Unfallversicherung um eine Pflichtversicherung, Träger sind die Berufsgenossenschaften und die Gemeindeunfallversicherungen, die Finanzierung erfolgt durch die Arbeitgeber. Die private Unfallversicherung hingegen ist eine freiwillige Versicherung, die von privatrechtlichen Versicherungsgesellschaften getragen wird und somit dem freien Wettbewerb unterliegt. Die Höhe der Beiträge für die private Unfallversicherung richtet sich nach dem Leistungsumfang, also den Vereinbarungen und Einschlüssen im Versicherungsvertrag, die Beiträge entrichtet der Versicherungsnehmer.

Die Höhe der Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung ergibt sich aus dem Einkommen des Arbeitsnehmers sowie der Gefahrensituation des Betriebes, wobei er keinen Einfluss auf den Versicherungsumfang nehmen kann. Allerdings ist jeder Arbeitnehmer, und auch Kinder, Schüler und Stundenten in Kindergärten und Schulen, versichert. Der Versicherungsschutz bezieht sich jedoch nur auf die Unfälle, die sich während der Arbeitszeit oder des Aufenthaltes in der Schule oder dem Kindergarten und im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit ereignen. Daneben sind auch die sogenannten Wegeunfälle abgesichert, also Unfälle, die der Versicherte auf dem Weg zu oder von der Arbeitsstätte erleidet. In aller Regel ist der Geltungsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung auf Deutschland beschränkt.

Die private Unfallversicherung schützt den Versicherungsnehmer im Gegensatz dazu rund um die Uhr, weltweit und unabhängig davon, wo und wie sich der Unfall ereignete. Die Höhe der Versicherungsleistungen in der privaten Unfallversicherungen ergibt sich aus dem Versicherungsvertrag, was bedeutet, der Versicherungsnehmer kann den von ihm gewünschten und benötigten Versicherungsschutz auf seine individuellen Bedürfnisse abstimmen. Die Versicherungsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung stehen in Relation zum Lohn oder Gehalt des Versicherungsnehmers. Wichtig zu wissen ist, dass für selbstständig Tätige, Hausfrauen, Personen ohne Beschäftigung sowie bei Unfällen in der Freizeit oder auf Reisen grundsätzlich kein Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung besteht.


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